Die Beliebtesten Schneeschuhe

Endlich Schnee! In der Nacht hat es stark geschneit, auf Hügeln bildeten sich Schneewächten, der Wald gleicht einem Wintermärchen – nichts wie raus in die Natur! Schnell merkt man jedoch, dass es durch knietiefen (oder sogar tieferen) Schnee ohne Schneeschuhe kein Weiterkommen gibt. Im Tiefschnee zu wandern ist extrem anstrengend und wenn das ganze Bein im Schnee versinkt und der Schnee dann auch noch in die Schuhe rieselt ist der Frust schnell vorprogrammiert. Doch das muss nicht sein!

 

Wäre es nicht toll, wenn man über dem Schnee quasi schweben könnte, wenn man nicht einbrechen würde und wenn man fast so schnell vorwärtskommen würde, wie auf trockener Piste? Der Genuss einer unberührten Winterlandschaft ohne die Beschwerlichkeiten des mühsamen Fortbewegens? Ja, dafür gibt es eine Lösung: Dafür haben unsere Vorfahren schon den Schneeschuhe erfunden! Lange führte er ein Nischendasein – heute ist er kaum noch von der Winterlandschaft wegzudenken. Über 2000 Jahre Entwicklung und der Einsatz von High-Tech-Materialien führten zu den nun im Sortiment erhältlichen Sportgeräten welche wir in diesem Schneeschuh Vergleich vorstellen wollen! Vom Gelegenheitssportler bis zum Leistungssportler – für jeden ist etwas dabei – und das in jeder Preisklasse!

Das Prinzip des Schneeschuhs

Das Prinzip des Schneeschuhs ist einfach erklärt: Die Schneeschuhe verteilen das Gewicht der Person auf eine größere Fläche als normale Schuhe. Dadurch wird ein Einsinken stark minimiert oder sogar (je nach Schneebeschaffenheit) gänzlich verhindert. Damit der Gehkomfort bei der großen Fläche erhalten bleibt, ist ein ausgeklügeltes Bindungssystem notwendig, welches dafür sorgt, dass der natürliche Gang erhalten bleibt. Der Energieaufwand zur Fortbewegung reduziert sich deutlich und größere Touren werden möglich.

Es gibt unzählige Modelle am Markt – zuviele um jedes einem Test zu unterziehen – welche Schneeschuhe zu empfehlen sind haben wir in diesem Schneeschuh Vergleich zusammengestellt. Ihr kennt sicher diese „Tennisschläger“, welche in alten Filmen an die Schuhe der Akteure gebunden sind, die in winterlicher Landschaft unterwegs sind, richtig? Das sind sie, die Schneeschuhe. Heutzutage haben sie jedoch kaum mehr etwas mit ihren Vorfahren gemeinsam – neue Materialien und Tests haben quasi zu einer Evolution geführt welche stark ausgereiften Produkten brachte. Leicht, stabil, funktional und bequem – so sind die Schneeschuhe heute nicht mehr aus Holz sondern aus Funktionswerkstoffen gefertigt. Sie wurden aufwändig am Computer designed und getestet, haben ausgeklügelte Bindungssysteme und sind wesentlich leichter als ihre Vorgänger. Da man selbst nicht alle Schneeschuhe testen kann, lohnt sich die Durchsicht des Schneeschuh Vergleichs, welcher später auf dieser Seite folgt.

Bevor wir uns jedoch dem Schneeschuh-Test widmen, erläutern wir kurz die Geschichte, Arten und Einsatzgebiete der Schneeschuhe.

Die Geschichte des Schneeschuhs

Wann der erste Schneeschuh erfunden und welche unterschiedlichen Materialien für Schneeschuhe getestet wurden, ist weitgehend unbekannt. Schon der Philosoph und Historiker Strabon (https://de.wikipedia.org/wiki/Strabon), welcher ca. 63 v. Chr. gelebt hat, schrieb, dass Einwohner in den schneereichen Regionen des Kaukasus-Gebiets Lederflächen benutzt haben, um durch die größere Fläche nicht im Schnee zu versinken. Die Armenier verwendeten stattdessen runde Holzflächen.

In den Ötztaler Alpen wurde einer der ältesten uns verfügbaren Schneeschuhe gefunden, welcher vom Gletscher im Jahre 2003 freigegeben wurde. Das Land Südtirol hat mittels Radiokarbondatierung den Schneeschuh getestet und herausgefunden, dass der Schuh aus der späten Jungsteinzeit (3.800 bis 3.700 vor Christus) stammt.

Generell hat fast jeder indigene Stamm durch unterschiedliche Schneeschuh Tests eigene Arten von Schneeschuhen entwickelt wobei die Einfachsten und Primitivsten im hohen Norden gebaut wurden. Beispielsweise haben die Eskimos dreieckig geformte, zirka 45cm lange Schneeschuhe aber auch eine Runde Bauform. Weiter südlich sind eher schmalere und längere Schneeschuhe erfunden worden – die längsten findet man beim Indianervolk der Cree (https://de.wikipedia.org/wiki/Cree), welche fast 2 Meter lang sind und somit schon fast wie Ski aussehen.

Der traditionelle Schneeschuh, sozusagen der Vorfahre der hier im Schneeschuh Test vorgestellten Exemplare, besteht aus einer Hartholzleiste, welche zu einem ovalen Ring gebogen ist. Durch eine Kreuzstange durch die Mitte wird der Ring stabilisiert und der Zwischenraum mit einem dichtem (aber gleichzeitig leichtem) Netz aus Leder gefüllt. In der Regel wurden die Schneeschuhe mit Lederriemen am Schuhwerk befestigt – Schnallen waren eher selten.

Schneeschuhe im Trend

Das Schneeschuhwandern mauserte sich seit Mitte der 90er zu einem regelrechten Trend. Konkurrenz erfahren die Schneeschuhe nur von den Tourenski, deren Verkaufszahlen ebenfalls stark angestiegen sind, sodass so mancher Skiliftbetreiber schon über sinkende Umsätze jammert. Viele Tourenskigeher, welche das erste Mal einen Schneeschuh Test gewagt haben sind begeistert von dem Gehkomfort und der Flexibilität. Vor allem in den Französischen Alpen erfreut sich das Schneeschuhwandern großer Beliebtheit – schließlich ist fast jeder Alpengipfel, welcher im Winter mit Tourenski bestiegen werden kann ebenso mit Schneeschuhen zu bezwingen. Mit dem Komfortplus, dass man bequemeres Schuhwerk – als selbst die bequemsten Tourenskischuhe – wählen kann. Mittlerweile bieten auch zahlreiche Bergführer, Alpenvereinssektionen, Tourismusverbände usw. , geführte Touren an – egal ob für jemanden, der einfach mal nur Schneeschuhe testen will oder einen gewagteren und schwierigeren Gipfel anvisiert, welchen man sich alleine nicht zutraut.

In Anbetracht der Vorteile des Schneeschuhlaufens wundert es nicht, dass es sich zu einem regelrechten Trend entwickelt hat. Kaum eine andere Wintersportart bietet eine so günstige Kombination:

  • Geringe Investitionen. Im Grunde kann man die normale Wanderausrüstung benutzen – lediglich die Schuhe müssen angeschafft werden. Wanderstöcke, Kleidung und Wanderstöcke sind in der Regel vorhanden. Die Stöcke sollten am besten über große Teller verfügen. Weiters sind auch Gamaschen nicht verkehrt. Andere Ausrüstungsgegenstände sind in der Regel für einen Schneeschuh Test in nicht lawinengefährdetem Gebiet nicht erforderlich. Die Investitionskosten für diese wunderschöne Sportart halten sich also absolut in Grenzen.
  • Große Flexibilität hinsichtlich der Schneearten. Während Bruchharsch unter Tourenskifahrern sehr gefürchtet ist und das Fahren in Tiefschnee eine spezielle Technik erfordert, ist der Schneeschuhwanderer von der Schneedicke und Schneeart weitgehend unabhängig. Die Lawinengefahr ist jedoch für den Schneechuhläufer ebenso relevant wie für den Tourenskifahrer!
  • Schneeschuhlaufen ist sowohl Fun-Sportart als auch Hochleistungssport – der Wanderer bestimmt durch sein Tempo die Intensität des Trainings.
  • Das Schneeschuhwandern ist sehr leicht zu erlernen und erfordert kaum Vorkenntnisse. Tourenskifahren ist wesentlich anspruchsvoller und nur geübten Skifahrern zu empfehlen.

Schneeschuharten

Schneeschuhe lassen sich vor allem in folgende drei Kategorien einteilen:

  1. Die „Originals“ ist quasi der ursprüngliche Schneeschuh, bestehend aus einem gebogenen Holzstück, welches mit Leder bespannt ist – diese sind durch die große Fläche vor allem für Tiefschnee und verschneite Gegenden geeignet. Diese Schneeschuhmodelle wurden zunehmend von moderneren verdrängt – Holz findet heute im Bereich Schneeschuhkonstruktion kaum noch Anwendung.
  2. Häufiger trifft man die „Classics“ an – diese bestehen wie die Originals nicht aus Holz und Leder sondern aus Aluminium und einer Kunststoffhaut. Diese Ausführung macht sie besonders robust, wodurch sie im einfachem Gelände und Tiefschnee einsetzbar sind. Als Nachteil sei erwähnt, dass sie bei Querungen steiler Hänge eher wenig Halt bieten und zu rutschen neigen – Harscheisen sollten also mit dabei sein. Die meisten Schneeschuhe unseres Schneeschuh Tests sind von dieser Ausführung.
  3. Besser geeignet für schwieriges Gelände sind die Schneeschuhe des Typs „Moderns“. Diese bestehen komplett aus kältefestem Hartplastik und sind klein und Wendig. Die geringere Auftrittfläche, die mit spitzen Stahlstiften ausgestatteten Seitenschienen sowie die scharfen Frontzacken sorgen für stabilen Halt auch bei hochalpinen Touren mit stark geneigten Querungen.

Die Schneeschuhgrößen sind in der Regel auf das Körpergewicht des Benutzers abgestimmt um ein zu starkes Einsinken zu verhindern. Hier ist auch das Rucksackgewicht zu beachten – sollte man mehrtägige Touren planen (damit bedingt auch größeres Rucksackgewicht), greift man besser zum größeren  Schneeschuh. Meistens ist jedoch eine mittelbreite Standardgröße ausreichend.

Zubehör

Unser Schneeschuh-Test stellt weiters praktisches Zubehör für Schneeschuhe vor:

  • Steighilfen. Diese erleichtern den Aufstieg, da die Ferse angehoben wird und  so der Winkel zwischen Fuß und Unterschenkel auch bei starken Anstiegen ca. 90° beträgt. Wie bei Tourenski kann die Steighilfe meist Mithilfe der Stöcke in Stufen eingestellt werden, sodass die Lösung der Bindung nicht erforderlich ist. Ein klares Komfortplus.
  • Harschkrallen bzw. Stahl-Spikes sorgen, wie Harscheisen bei Tourenski, für festen Halt auch bei schlechten (eisigen) Schneeverhältnissen. Gerade bei den „Classics“ und schwierigeren Touren sollte auf guten Grip geachtet werden und gegebenenfalls Harschkrallen zugekauft werden.
  • Es gibt auch Shock-Absorber für Schneeschuhe, welche für ein geräuschärmeres und gelenkschonenderes Laufen sorgen.
  • Manche Schneeschuhmodelle lassen eine Verlängerung der Schneeauflagefläche zu, um an die Schneetiefe oder das Benutzergewicht angepasst zu werden.

 

Das Schneeschuh-Test Team weist darauf hin, dass für das Schneeschuhwandern dieselben Vorkehrungen bezüglich Lawinenschutz zu treffen sind, wie für das Tourengehen mit Tourenski. Eine Lawine ist es herzlich egal, ob sie einen Skitourengeher oder Schneeschuhwanderer unter sich begräbt. Daher: Befindet man sich im lawinengefährdeten Gebiet zählt die Lawinenschutzausrüstung bestehend unter anderem aus: Schaufel, Sonde, elektronischer Detektor (umgangssprachlich „Pieps“) zu einem Muss für jeden verantwortungsbewussten Wintersportler. Grundsätzlich sollte man bei Lawinengefahr nicht alleine unterwegs sein (sich selbst ausgraben könnte schwierig werden…) und die Route mit großer Vorsicht geplant werden. Von der Ferne mag beispielsweise eine Pulverschneelawine ja ganz nett aussehen, aber auch sie ist absolut tödlich, sollte man in den Lawinenkegel kommen. Im Zweifelsfall sollten anspruchsvollere Touren nur mit Erfahrenen Personen unternommen werden.